Ortsverband Julbach

Ortsverband unterwegs

Betriebsbesichtigung Ziegelwerk Schlagmann

Besuch Ziegelwerk Schlagmann am 26.06.2024 Begrüßungbild
Besuch Ziegelwerk Schlagmann am 26.06.2024 Gruppenbild

Zu Besuch in der Backstube der Ziegelproduktion

Zu einer Exkursion begaben sich die Mitglieder und Freunde des CSU-Ortsverbandes Julbach in die benachbarte Gemeinde Zeilarn zur Firma Schlagmann Poroton. Der Geschäftsleiter Dipl.Kfm. Johannes Edmüller begrüßte die Gruppe recht herzlich und gab eine Einführung in die Geschichte und ihre heutige Produktpalette des Unternehmens. Gegründet 1948 entwickelte sich die Firma zum größten Ziegelhersteller mit 6 Standorten in Bayern. 1991 wurde ein 50%-Anteil an die österreichische Wienerberger Ziegelindustrie verkauft.  420 Mitarbeiter sind derzeit im Unternehmen beschäftigt, der Jahresumsatz 2023 betrug 78 Mio. Euro. Das Kerngebiet erstreckt sich auf das südöstliche Bayern und die angrenzenden Gebiete 

Leider zeigt sich der Rückgang der Bautätigkeiten auch hier gravierend und man versucht diese Talsohle so gut wie möglich zu durchfahren, wobei hier auch der überbordende Bürokratismus ein Bremsfaktor ist. Aufgrund des Fachkräftemangels wird versucht die Mitarbeiter, trotz Kurzarbeit zu halten, um flexibel auf die Nachfrage reagieren zu können.

 Trotzdem engagiert man sich auf vielen Ebenen, um die Nachhaltigkeit der Baustoffe und ihrer Herstellung zu verbessern und man ist auch in der Forschung im eigenen Forschungszentrum von neuen Materialien auf Ziegelbasis tätig. Dies zeigt sich auch in Erweiterung der Produktpalette welche sich mittlerweile nicht nur auf die klassischen Ziegelsteine mit Perlit-Füllung erstreckt, sondern auch Begleitprodukte wie z.B. Rollladenkästen, Lüftungssystemsteine, Außendämmung und sogar Fertigteilwände aus Ziegel beinhaltet. Sogar Gebäude bis zu 9 Stockwerke können mit Ziegel mittlerweile errichtet werden.

Aber nicht nur die Herstellung, sondern auch das Recycling und Wiederverwertung von Abbruchsteinen erfolgt im Werk. 

Dass die Herstellung sehr energieintensiv ist, wurde in der anschließenden Werksführung durch den Werkleiter Simon Grandl deutlich. 1990 wurde noch mit Öl geheizt, bis 2007 auf Gas umgestellt wurde und man arbeitet aktuell daran dies auf Elektroheizung, mittels Hochtemperaturwärmepumpen, umzustellen. Dafür wurde eine 7700 kWp PV-Anlage errichtet und man arbeitet an einer Erweiterung der Energieerzeugung mittels einer 5800 kWp Freiflächen-PV und die Planung einer Windkraftanlage mit 6000 kW, um nachhaltig zu produzieren.

Beim Rundgang durch die Werkhallen konnte man die Entstehung der Ziegel vom Rohprodukt Lehm bis zum fertigen Ziegel verfolgen, der mit dem Dämmstoff Perlit gefüllt wird und als Planziegel in die Auslieferung kommt. 

CSU-Ortsvorsitzender Markus Schusterbauer bedankte sich bei Geschäftsleiter Johannes Edmüller und Werkleiter Simon Grandl für die ausführlichen Informationen und die interessante Führung durchs Werk und wünschte dem Unternehmen weiterhin viel Erfolg. 

Dank gilt auch an Richard Altmann für die Organisation dieser Werksführung.